Eine jung-gebliebene und doch schon mit einer gewissen Tradition behaftete Gruppe bilden die Weiber von der Stadt. Sie treffen sich seit 1974 alljährlich am Fasnetsdienstag zeitgleich mit den Männern, die zum Froschkuttelnessen aufbrechen, um parallel dazu ihre eigene Weiber-Fasnet zu feiern. Ca. 140 Weiber drängeln sich in weißen Nachthemden und Nachthauben gekleidet im Gasthaus „Hirsch“, um zwei Stunden in aller Ruhe zu reden, zu singen, zu feiern und vor allem über Männer zu spotten. Nach zwei Stunden jedoch zieht es die Frauen wieder zu ihren Männern, die sich zur selben Zeit im Mohren vergnügen. Mit dem Lied „Männer wir holen euch vom Kutteln ab...“ ziehen die Frauen in Schlangenlinien Hand in Hand auf den Marktplatz und warten auf die Herren der Schöpfung, die im 1. Stock „eingesperrt“ sind und nur mit einer Rutsche das Lokal verlassen können. „Rutschet nonder, rutschet nonder, rutschet na, na, na, mal sehn wer vor dene heit no laufa ka!“ tönt ein weiteres Spottlied aus über 100 Frauenkehlen, die vor der Riesenrutsche schunkeln und singen. Die Männer rutschen ab und marschieren im Gänsemarsch zur nächsten Wirtschaft, eskortiert von den „Weibern von der Stadt“, die sich hinterher mit weiteren Gesängen und Tänzen bereits wieder auf den Nachmittagsumzug vorbereiten.
Häsgruppen | 



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